Aktuelle Kritiken


Internationales Filmfest Oldenburg 2020

Ich hatte dieses Jahr die Gelegenheit trotz Corona etwas Filmfestival-Luft zu schnuppern. Zwar nur online, aber so hatte ich die Chance auf dem Internationalen Filmfest Oldenburg den Blick auf ein paar frische Filme zu werfen!

SAVAGE STATE (2019): Ein unerwarteter Western

In dem französischen Drama SAVAGE STATE ist der amerikanische Bürgerkrieg im vollen Gange, trotzdem denkt Edmond seine Familie sei sicher, weil sie Franzosen sind und diese verhalten sich neutral. Als aber eines Tages Soldaten bei einem Fest auftauchen und Schüsse fallen, beschließt Edmond mit seiner Frau, den drei Töchtern Esther, Justine und Abigaëlle und der Bediensteten Layla zurück nach Paris zu gehen. Dabei soll ihnen der Söldner Victor helfen. Der hat aber ein ganz eigenes Problem: Bettie und ihre Bande sind ihm und nun auch der Familie dicht auf den Fersen.

 

Der Film macht zu Anfang schon ordentlich Stimmung mit dramatischer Musik und großen Bildern. Die Zeichen stehen auf: Western! Doch dann finden wir uns erstmal auf dem Herrengut von Edmonds Familie wieder und lernen seine Familie kennen. Schnell wird dabei klar, Esther hat ihren eigenen Kopf. Sie unterwirft sich nur ungern der bürgerlichen Etikette. Sie wird auch später diejenige sein, die einen anderen Weg in einer gefährlichen Situation findet, aber ich will nicht zu viel verraten.

Der Film bedient sich eines ungewohnten Rhythmus', der anfangs irritiert, aber dann für ein erfrischtes Seherlebnis sorgt. Es macht ihn vor allem unberechenbar. Man wartet nach der Ruhe nur noch zuckend auf den Sturm. Auf die Bilder aus dem Herrenhauses folgt das turbulente Fest, gefolgt von langen Bildern der beginnenden Reise. Ein typsicher Western, wie mir jeder zweite Pressetext weismachen wollte, ist das hier auf keinen Fall. Auch ist es stark übertrieben, dass die Gang mit einer Frau als Oberhaupt einen großen Anteil am Geschehen haben. Es geht viel mehr um die Familie, um die Tochter Esther, um die Konflikte, die seit langem zwischen den Figuren schwelen. Trotzdem handelt es sich dabei um eine logische Geschichte ohne unnötige Verflechtungen. Die Figuren treten dadurch in den Vordergrund und bekommen die Gelegenheit, die Zuschauer*innen für sich einzunehmen. Die Geschichte scheint auf das Wesentliche reduziert. Die Stimmung wird nicht durch lange Dialoge und Diskussionen gestört und man kann anfangen, die Kleinigkeiten, die Blicke, die Gesten zu sehen, die so viel mehr verraten können als minutenlange Gespräche. Eine Tatsache, die nur wenige Regisseure verstanden haben. Regisseur David Perrault vermeidet auch, sich auf Klischees zu verlassen. Das ist auch ein Grund, weshalb der Film so wenig an Western erinnert. Eine Stärke, keine Schwäche! Der Film, die Geschichte funktioniert. Die zwei Stunden verfliegen wie im Flug.

Vielleicht haben wir hier keinen typischen Western und die Frauen, die selbst zum Colt greifen, treten auch anders auf als gedacht, aber der Film überzeugt mich als Gesamtwerk. Ein frischer „Western“ aus Frankreich und Kanada! Wer hätte das gedacht!

 

Leider noch kein Kinostart für Deutschland bekannt!

 

Bild: © Pyramide

Kanada,Frankreich/118 Minuten


LEAP OF FAITH: WILLIAM FRIEDKIN ON THE EXORCIST (2019)

Die Dokumentation LEAP OF FAITH beschäftig sich mit dem Regisseur William Friedkin und seinen Filmen - überwiegend der Film THE EXORCIST. Dabei arbeitet der Film mit Interview-, Film- und Making-of-Material und gibt dabei einen intensiven Einblick in das Filmemachen selbst.

 

Ich weiß nicht genau, was ich erwartet habe, aber ich als Dokuliebhaberin war vielleicht naiv zu erwarten, dass ich mich hier zurücklehnen kann und einfach berieselt werde. Das ist bei dieser Doku aber nicht möglich. Sie besteht aus einem sehr langen Interview mit dem Regisseur, das Filmmaterial wird über seine Worte gelegt, um das Gesagte besser zu veranschaulichen. Zwar sind das was er sagt und auch die Bilder, die man sieht, sehr interessant, aber die über 1,5 Stunden verlangen einem doch einiges ab. Diese Doku ist wirklich nur etwas für absolute Filmnerds oder Fans des Regisseurs oder des Films THE EXORIST oder alles drei zusammen. Sonst muss man sich doch ganz schön durchbeißen und verliert auf Grund der Informationsflut schnell die Lust am Film und auch den Faden. 

 

Leider noch kein Kinostart für Deutschland bekannt!

 

Regie:  Alexandre O. Philippe

USA/118 Minuten


THE JESUS ROLLS (2019): Der Dude hätte sich geschämt

In der Komödie THE JESUS ROLLS liefern sich die zwei Kleinkriminellen Jesus, welchen wir noch aus dem Klassiker THE BIG LEBOWSIKI kennen, und Petey einen Wettstreit, wer als erstes Marie, gespielt durch Audrey Tautou, zu ihrem ersten Orgasmus verhilft. Doch das Ganze bekommt noch mal einen anderen Twist als die frisch aus dem Gefängnis entlassene Jean und später ihr Sohn Jack zu ihnen stoßen.

 

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und ich muss sagen, es ist lange her, dass mich ein Film so wütend gemacht hat. Ich mach es kurz und schmerzlos: Selten habe ich so eine sexistische Kackscheiße gesehen.

Mal ganz davon abgesehen, dass das hier nichts, aber auch absolut gar nichts mehr mit dem „Dude“ zu tun hat, könnte dieser Film auch genauso gut in den 90ern gedreht worden zu sein. Zwar soll der Film, laut des Regisseurs, zeigen wie dumm Männer und wie stark und selbstbewusst Frauen doch sind, aber wie dieser Film dabei herauskommen konnte, ist mir ein Rätsel. Eine wahr gewordene feuchte Männerfantasie! Okay, gut, die Männer kommen wirklich nicht gut weg, aber, was sich der Regisseur unter einer emanzipierten, starken Frau vorstellt, ist beschämend. Da hilft es auch nicht mehr, das Ganze als Witz zu verpacken. Haha, was habe ich gelacht…nicht!

Dass die Lösung für das orgasmuslose Leben von Marie einfach den richtigen Mann zu finden ist, lässt schon wirklich tief blicken. Auch dass wir Frauen manchmal einfach „crazy“ und hysterisch drauf sind, leuchtet doch total ein… so sind wir Frauen nun mal. Total Crazy und ein Rätsel für jeden Mann. Ich weiß wirklich nicht, was Audrey Tautou und Susan Sarandon dazu getrieben hat, bei diesem Film mitzumachen.

Dass der Film ganz knapp den Bechtel-Test besteht, macht auch eher traurig als zu überraschen. (Obwohl ja viele Hollywood-Blockbuster nicht mal das zustande kriegen im Jahr 2020.) Und wie schafft er es jetzt? Ja über was reden denn Frauen, wenn sie mal ausnahmsweise nicht über Männer reden? Ja natürlich, ihre Periode, ganz klar! Und dann wird noch ein unangenehmer Witz daraus gemacht. Toll! Waren wir da nicht schonmal wesentlich weiter?

Dieser Film wirft die Emanzipation der Frau im Kino wirklich um Jahre, gar Jahrzehnte zurück. Da ist es nur gut, dass er nicht so vielen guten Filmen den Platz wegnehmen wird. (Kein Kinostart für Deutschland!)

Und ja, ich weiß, dass das eine Komödie sein soll, aber ganz ehrlich, ich habe nicht lachen können. Punkt.

 

Bild: © Lost Soul. All rights reserved.

USA/117 Minuten

Texte: © Clara Wignanek


SCHLAF (2020)

Eine geruhsame Nacht!?

 Bild: @ Salzgeber & Company Medien

Absolut jeder hatte schon einmal einen Albtraum, der nicht enden wollte und der einen noch lange bis in den Tag verfolgt hat… Genau dieses unangenehme ekelige Gefühl erschafft der Film SCHLAF. Eigentlich mag ich keine Horrorfilme, aber dieser hier...

 

Marlene glaubt, die Albträume, die sie hat, wären Realität. Marlenes Tochter, Mona, macht sich deswegen große Sorgen. Ohne ihr Wissen fährt Marlene an den Ort, ein Hotel in einem abgelegenen Kaff, von dem sie immer träumt. Dort erleidet sie einen Schock und muss ins Krankenhaus. Schnell versteht Mona, dass sie ihrer Mutter am Krankenbett nicht helfen kann und so nimmt sie sich, auch weil es nicht wirklich Alternativen gibt, selbst ein Zimmer in dem besagten Hotel. Es dauert nicht lange und sie hat selbst die gleichen Träume wie ihre Mutter. Auf den ersten Blick keine typischer Plot für einen Horrorfilm.

Und genau das macht den Film so besonders. Im Vordergrund steht nicht der bloße Horror. SCHLAF arbeitet nicht mit billigen Jumpscares und Ekel, sondern er baut langsam eine Stimmung auf, die verstörenden, wie schön absurden Horror zulässt.

Die Vergangenheit holt die Gegenwart ein. Es geht um Vererbung von Traumata, die in Träumen die nächsten Generationen Mona und ihre Mutter heimsuchen. Die Schuld will nicht mehr schweigen.

Der Film packt einen genau da, wo es besonders unangenehm ist: In unserem wohlverdienten Schlaf! Natürlich wurde dieses Thema schon etliche Male über die Leinwand gejagt, Freddy Krueger lässt grüßen, aber dieser Film geht einen Schritt weiter. Es geht um Albträume, die generationsübergreifend agieren. Ein absolute Horrorvorstellung! Der Film stellt  das glaubhaft und herrlich gruselig da, mit einer leichten Prise Humor. 

Nicht nur etwas für Horrorfans!

 

Ab dem 29. Oktober 2020 im Kino!

 

>>> Trailer & Meine Filmkritik auf YT

 

Deutschland/101 Minuten

Regie: Michael Venus

Text: © Clara Wignanek


NEVER RARELY SOMETIMES ALWAYS (2020)

Das Schweigen einer jungen Frau

Bild: @ UNIVERSAL PICTURES GERMANY

In dem amerikanischen Drama NEVER RARELY SOMETIMES ALWAYS ist die 17-jährige Autumn schwanger. Auf die Unterstützung ihrer Eltern kann sie nicht bauen, also reist sie heimlich mit ihrer Cousine Skylar nach New York, um das Kind abtreiben zu lassen. Doch das wird schwieriger als gedacht.

 

Im Deutschen trägt er den Titel NIEMALS MANCHMAL SELTEN IMMER. Finde ich etwas sperriger als den englischen Titel und ich muss zugeben, am Anfang war ich nicht so ganz überzeugt von diesem Film, da ich nicht ausmachen konnte, wo er hin wollte. Aber dann spielt sich dieses stille, unscheinbare Mädchen, gespielt von Newcomerin Sidney Flanigan, so langsam und tief ins Herz, dass es nur einen kurzen Moment braucht, dass einem die Tränen in die Augen schießen. Man versteht plötzlich, wieso sie dieses Kind nicht bekommen will, nicht bekommen kann und warum sie so lange geschwiegen hat. 

Der Film zeigt Autumns mutigen Weg in so einer Detailgenauigkeit, dass es oft nicht zu ertragen ist. Dabei ist die Kamera meist ganz nah und sucht nach einer Regung, einer Emotion, die dieses stille Mädchen so tief in sich vergraben haben muss, dass es weh tut. Der Film braucht keine großen Worte, keine Reden, keine Statements, sondern nur das Schweigen zweier Freundinnen, um so einem tabuisierten Thema so viel Stimme zugeben.

NEVER RARELY SOMETIMES ALAWAYS ist ein unbequemer, aufwühlender und wichtiger Film, den das Thema Abtreibung hatte so eine Geschichte auf der Leinwand bitter nötig. Er romantisiert nicht, aber dramatisiert auch nicht, sondern zeigt die Realität, zeigt das Schicksal von vielen jungen Frauen, welches sonst oft im Verborgenen bleibt. Ein Zustand, den wir nicht länger dulden können, ganz klar!

Zurecht wurde dieses mitreißende Drama mit Applaus und stehenden Ovationen auf der Berlinale gefeiert.

 

Ab dem 1. Oktober 2020 im Kino!

 

>>> Trailer & Meine Filmkritik auf YT

 

USA, Großbritannien - 104 Minuten

Regie: Eliza Hittman

Text: © Clara Wignanek


TAXI - Nach dem Roman von Karen Duve (2015)

Rosalie und Peter in Bestform

Bild: © Farbfilm

Der Film TAXI – NACH DEM ROMAN VON KAREN DUVE spielt in den 80er Jahren in Hamburg und hat die junge Alex als Hauptfigur. Die hat ihre Ausbildung bei einer Versicherung abgebrochen und beschließt kurzerhand, um Geld zu verdienen, Taxi zufahren. Dabei trifft sie auf den ein oder anderen interessanten Fahrgast.

 

Rosalie Thomass als Alex scheint für diese Rolle wie geschaffen und über ihre Leistung muss hier gar nicht diskutiert werden! Umso mehr überrascht hier Co-Star Peter Dinklage, bekannt aus dem Fantasie-Epos GAME OF THRONES. Den hätte ich in einer deutschen Dramakomödie wirklich nicht erwartet, aber gut tut der dem Film auf jeden Fall.

Das Milieu, in welches man zusammen mit der Figur abtaucht, ist hier Stimmung pur. Die Taxifahrer unter sich, das ist wie eine eingeschworene Bubble, die Fremde misstrauisch beäugt und dabei kantige, schmierige, witzige, aber auch durchaus charmante Charaktere offenbart. Der Cast überrascht da mehr als einmal. Ich sag nur Gastauftritte!

Alex passt dann doch überraschend gut in diesen bunten Haufen, denn das ist der zweite Punkt, der den Film so sehenswert macht: Alex ist ein mutiges, selbstbewusstes Mädel mit knallrotem Lippenstift. Sie ist direkt und scheint keine Angst zu haben! Denn natürlich will sie die Nachtschicht, weil sie da am meisten Kohle verdienen kann. Die betrunkenen und finsteren Gestalten sind ihr da herzlich egal. Bei diesen Fahrten trifft sie dann auf Marc, gespielt durch Dinklage, und irgendwie passiert da was zwischen den beiden, aber eigentlich hat sie ja jetzt einen Freund...

TAXI lohnt sich jede Minute sei es nur, um Rosalie Thomass und Peter Dinklage als Paar zu sehen. Die beiden sind großartig zusammen. Ich finde der Film ist viel zu schnell wieder verschwunden, als er rauskam und das hat er wirklich nicht verdient. Deswegen meine Empfehlung!

 

Als Stream auf Amazon Prime und iTunes erhältlich!

 

>>> TrailerMeine Filmkritik auf YT

 

Deutschland 2015 - 98 Minuten

Regie: Kerstin Ahlrichs

Text: © Clara Wignanek


Lollipop Monster (2011)

Bye Bye Barbie!

Bild: © Salzgeber & Company Medien

Die Schülerinnen Oona und Ari kommen auf den ersten Blick aus zwei völlig verschiedenen Welten. Aris Zuhause ist farbenfroh und bürgerlich, wohingegen Oonas Familie eher locker und in dunklen Farben daherkommt. Zwar ist ihr Vater Künstler, hat aber schon lange keinen Erfolg mehr und zwischen Oonas Eltern kriselt es ordentlich. Diese Krise findet ihren traurigen Höhepunkt, als sich Oonas Vater umbringt!

Aber auch in Aris Familie läuft so gut wie gar nichts rund. Der Bruder spielt dauerhaft den eingebildeten Kranken und tyrannisiert damit die ganze Familie. Die Mutter verliert sich blind und aufopferungsvoll in der Pflege des Jungen und der Vater steht hilflos daneben. Ari ist dadurch mittlerweile völlig abgeklärt und kalt geworden. So finden diese beiden Mädchen, von ihrem sozialen Umfeld gebeutelt, zueinander: Ein Pulverfass, dass nur auf eine brennende Lunte gewartet hat!

 

Wir haben es hier auf keinen Fall mit einem typischen Coming-of-Age-Jugenddrama zu tun. Dieser Film ist ein weibliches Buddy-Movie mit grandios eingesetzten Elementen aus Musikvideo, Graphic Novel, Kunstperformance und mit zwei mehr als sympathischen Hauptprotagonistinnen. Aus den beiden Mädchen entsteht eine Fusion, die ihres Gleichen sucht. Hier trifft Lolita auf Goth, Zucker auf Lakritze, Tüll auf Leder, Kunterbunt auf Pechschwarz. Und eines wird sofort deutlich: Die beiden haben es faustdick hinter den Ohren! Mit jeder Begegnung werden sie mutiger, wilder, gieriger und die Eskalation scheint bald unausweichlich. Püppchen und brav war gestern und man wartet irgendwann nur noch hibbelig und angestachelt auf den großen Knall.

Wir sehen Jella Haase (Ari), und ja, es gab sie schon vor FACK JU GÖHTE (2013), in einer ihrer ersten Kinorollen und ihr großes Talent ist hier schon unübersehbar. Sie gibt schonungslos den Blick frei auf eine geschundene Teenagerseele und bildet so mit Sarah Horvath (Oona) die beste Voraussetzung für ein unzertrennliches Duo. Man sieht den Mädchen gerne, gerade zu voyeuristisch dabei zu, wie sie ihre Beute immer weiter in die Enge treiben. Parallelen zu dem Klassiker GLOCKWORK ORANGE (1972) sind hier nicht auszuschließen und das kann doch nur für dieses knallbunte und gleichzeitig herrlich düstere Buddy-Movie sprechen, oder?!

 

Im Moment leider nicht als Stream verfügbar, aber er ist für in paar Euro auf DVD bei Amazon zu haben!

 

>>> Trailer! 

 

Deutschland - 96 Minuten

Regie: Ziska Riemann

Text: © Clara Wignanek


Wildlife (2018)

Aus seiner Rolle ausbrechen

Bild: © Sony Pictures Germany

Das Drama WILDLIFE hatte ich 2018 auf dem Filmfestival Braunschweig gesehen und ab da tauchte es immer wieder in meinem Kopf auf. Ein gutes Zeichen für einen Film, oder?

 

Joe und seine Eltern leben in einer Kleinstadt in Montana. Als der Vater dringend einen neuen Job braucht, schließt er sich Feuerwehrleuten an, um einen Waldbrand in der Gegend zu bekämpfen. Ab da ist Joes Mutter nun allein, welche bis dahin nur Hausfrau war. Mit dem Gedanken, dass ihr Mann vielleicht nie wieder zurückkehrt, beginnt für die Mutter ein täglicher Kampf ums Überleben, der nicht nur an ihr Spuren hinterlässt. Denn auch Joe muss jetzt mit rasender Geschwindigkeit erwachsen werden.

 

Zwar ist die Besetzung mit Jake Gyllenhaal und Carey Mulligan als Eheleute ein echter Hingucker, aber der eigentliche Star ist hier der Jungschauspieler Ed Oxenbould, der hier sein ganzes schauspielerisches Können unter Beweis stellt. Gleichzeitig wird hier eine einfache, aber trotzdem ungewöhnliche Geschichte erzählt, die sich die Frage nach der Rollenverteilung in einer Ehe stellt. Der Film zeigt, was es mit einem Menschen macht, wenn die eigene Rolle plötzlich aufgebrochen wird. Der Vater ist hier nicht mehr der Versorger und die Mutter sucht jetzt neue Wege. Als zunächst stummer Beobachter steht am Rand der 14-Jährige Sohn, der mehr als überfordert ist und dies lässt uns die Figur auch spüren - bis man es nicht mehr aushält. Dieser stille Ausnahmezustand einer Familie kriecht in die Glieder und scheint dort vibrierend auf die unausweichliche Eskalation zu warten. Ein ganz eigenes und ungewöhnliches Filmerlebnis.

WILDLIFE ist ein in sich runder und starker Film, der einen tief in den Menschen und seine Rolle in der Gesellschaft blicken lässt. Schade, dass er es bei uns nie richtig ins Kino geschafft hat.

 

Als Stream bei Amazon Prime, Google Play und YouTube ab 9,99 €!

 

>>> Trailer!

 

Regie: Paul Dano

USA - 105 Minuten

Text: © Clara Wignanek


Berlin Alexanderplatz (2020)

Beim Scheitern zusehen

Bild: © Piffl Medien GmBh

Der Roman BERLIN ALEXANDERPLATZ von Alfred Döblin wurde vor knapp 100 Jahren 1929 veröffentlicht. Solch ein Meilenstein der deutschen Literatur filmisch in die Gegenwart zu holen, ist nicht nur schwierig, sondern auch gefährlich. Denn man könnte scheitern…

Trotzdem hat sich der Regisseur Burhan Qurbani mit dem Film BERLIN ALEXANDERPLATZ dieser Herausforderung gestellt.

Die Hauptfigur Francis ist aus Afrika geflohen, hat das Mittelmeer überlebt und will jetzt einfach nur, wie er selbst sagt, „gut sein“. Er landet in dem Schmelztiegel Berlin und muss nun aufpassen, dass diese gnadenlose Stadt ihn nicht verschlingt.

 

Dass es plötzlich kein Lohnarbeiter wie in der Vorlage ist, sondern ein Flüchtling ohne Pass stört überhaupt nicht. Die Härte und Erbarmungslosigkeit, die Francis entgegenschlägt, ist die gleiche. So stellt Qurbani ohne großes Aufheben den benötigten Bezug zur Gegenwart her. Trotzdem ist es kein Flüchtlingsdrama. Es bleibt bei Döblins Idee eines Mannes, der versucht das Richtige zu tun und scheitert.

Das größte Hindernis, die Kombination aus Literatur und Film gelingt hier problemlos. Jella Hasses Stimme (Mieze) streut die Sätze von Döblin über die beeindruckenden Bilder, als wären sie ihr gerade in den Sinn gekommen. So bekommt der Film diese beeindruckenden Momente, die der Madness der Großstadt Berlin einen poetischen Touch geben. Danach suchen andere gute Filme vergeblich. Qurbani hat nicht versucht einen Kompromiss zwischen Vorlage und Gegenwart zu finden, sondern hat etwas Neues erschaffen. Die Frage, ob die Romanadaption gelungen ist, stellt sich gar nicht. Der Film steht für sich und er ist mehr als gelungen! Er zerschlägt dich! Qurbani hat unberechenbare Figuren erschaffen, die mich nicht nur beunruhigt, sondern mit Angst gemacht haben.

3 Stunden lang sprudeln bis ins letzte Detail komponierte Bilder und Intensive Figuren auf dich ein, dass man am Ende das Bedürfnis hat, den Figuren gleich, selbst nach Luft zu schnappen. Die Hauptfigur Francis, alias Franz, geht durch die Hölle und wir mit ihm! 

 

Ab dem 25. Juni 2020 im Kino!

 

>>> TrailerMeine Filmkritik auf YT!

 

Deutschland/183 Minuten

Regie: Burhan Qurbani

Text: © Clara Wignanek


L'auberge Espagnole 1&2

Ich habe mir gestern einen richtig schönen Abend gemacht: Mit der fantastischen französischen Komödie L`AUBERGE ESPANOLE – BARCELONA FÜR EIN JAHR und dem ebenso witzigen zweiten Teil L´AUBERGE ESPANOLE 2 – WIEDERSEHEN IN ST. PETERSBURG.

L'auberge Espagnole – Barcelona für ein Jahr (2003)

Worum geht es: Der junge Xavier studiert Wirtschaft und möchte, um seine Jobchancen zu verbessern, ein Jahr in Barcelona verbringen. So beginnt das Chaos und wie er selbst sagt, eines der besten Jahre seines Lebens.

Es geht hier grob gesagt um Identität, Nationalität, Freundschaft, Europa, den ganz normalen Wahnsinn in den 20ern UND um eine ganz besondere WG, in welcher Xavier während seines Aufenthalts wohnt.

Der Film ist eigentlich ein einziger Monolog voller tiefster Gedanken und simpler Alltagsbeobachtungen. Sympathisch und unterhaltsam. Die Erzählweise lässt mich dem Hauptprotagonisten ganz nah sein und legt so mutig seine Stärken, aber auch Schwächen, zwanglos offen. Es werden keine Spielchen gespielt. Xavier ist hier so etwas wie ein allwissender Erzähler. Und wer auf den kreativen und passenden Einsatz von Splitscreens steht, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Parallelmontage mit krampfigen aufeinander folgenden Schnitten war gestern.

L'auberge Espagnole 2 – Wiedersehen in St. Petersburg (2005)

Im zweiten Teil geht es dann mehr um die Liebe und um Beziehungen. Xavier ist jetzt nämlich Autor und seine ehemaligen Mitbewohner aus Barcelona haben sich wieder über ganz Europa verteilt. So erzählt er uns auf der Toilette eines Schnellzugs sitzend, was seit seiner Zeit in Barcelona passiert ist. (In meinen Augen eine großartige Klammer für die Geschichte.) Es geht wieder um den ganz normalen Wahnsinn des Lebens und nicht um einen krassen Plottwist, sondern es unterhält hier einfach das Miteinander der Figuren und der Alltag von Xavier, (welchen er immer als zu kompliziert bezeichnet.) Und es gibt Sprachen! So viele Sprachen! Hier stellt sich gar nicht die Frage, ob man es im Original schauen soll oder nicht. Untertitel gibt´s immer. Egal in welcher Version. Ich empfehle die Off-Stimme von Xavier, welche leider mit einem schrecklichen Akzent versetzt wurde, auf Deutsch und alles andere im Original. So behält man halbwegs den Überblick. Leider schwächelt der zweite Teil etwas. Xaviers Figur zeigt nicht nur Schwächen, er wirkt manchmal sogar geradezu unsympathisch. Er kann zu keiner schönen Frau Nein sagen, ist manchmal ganz schön oberflächlich und was die Liebe angeht, etwas schwer von Begriff. Aber keine Sorge: Am Schluss bekommt er noch die Kurve. Diese kleine Durststrecke schadet dem zweiten Teil nicht allzu sehr und so lässt sich mit beiden Filmen der Abend sehr gut füllen!

Ach ja, es gibt noch einen dritten Teil: BEZIEHUNGSWEISE NEW YORK (2013). Dieser hat aber eine komplett andere Machart und wirkt nicht mehr so schön kollagenartig, wie die ersten beiden Teile. Er ist trotzdem sehenswert, besprechen tu ich ihn aber hier ein anderes Mal.

 

Beide Filme kann man für ein paar Euro bei Amazon Prime schauen!

 

Regie: Cédric Klapisch

Frankreich -122 Minuten & 129 Minuten

Bilder: © Tobis-Melodiefilm GmbH

Text: © Clara Wignanek


Grandma (2015)

Harte Schale, butterweicher Kern

Bild: © Sony Pictures Germany

Ellen ist Autorin und keine leichte Zeitgenossin. Gerade hat sie sich von ihrer aktuellen Lebenspartnerin getrennt. Aber Zeit zum durchatmen hat sie kaum, denn da taucht ihre Enkelin Sage auf und braucht Geld. Genau 630 Dollar, denn sie ist schwanger und der Termin für die Abtreibung ist noch am gleichen Tag. Nun haben die beiden Frau einen knappen Tag Zeit, das Geld zusammen zu bekommen, denn finanziell sieht es auch bei Ellen nicht gerade rosig aus.

 

Die Drama-Komödie GRANDMA ist ein ungewöhnliches Buddy-Movie, was aber feinfühlig die richtigen Töne trifft. Die Abtreibung von Sage wird nicht als großer Aufschrei inszeniert, sondern tritt eher in den Hintergrund für die Beziehung zwischen Großmutter und Enkelin. Sie ist zwar Auslöser für diesen ungewöhnlichen Roadtrip, aber das Thema überschattet nicht den ganzen Film. Es geht vielmehr um Selbstbestimmung und Verantwortung.

Großmutter Elle ist Feministin, mit allen Wassern gewaschen und sagt frei heraus, was sie denkt. Erst später offenbart sich ihr weicher Kern. Hier knallen nicht klischeehaft Generationen aufeinander, sondern der Film erzählt gefühlvoll und mit einem ehrlichen Blick die Beziehung zwischen den beiden Frauen. Gleichzeitig erfährt man trotz des beschränken Erzählfensters von einem Tag, durch eine grandiose Erzählweise, so viel mehr über die komplexen Figuren. Eine Aufgabe an der sich so manche Drehbücher schon ordentlich die Finger verbrannt haben. Etwas im Dialog erzählen ohne, dass es die ZuschauerInnen als Information wahrnehmen, ist eine Kunst und diese meistert der Film stolperfrei.

GRANDMA erzählt authentisch eine Geschichte von Menschen, Emotionen und Beziehungen: Liebesbeziehungen, Bindungen zwischen Mutter und Tochter, Großmutter und Enkelin, aber auch die Beziehung zwischen Mensch und Gesellschaft. Es geht um Feminismus, den Mut für sich selbst einzustehen UND seinen eigenen Wert, aber auch den Wert seiner Liebsten, zu erkennen.

Und da wäre natürlich noch Julia Garner. Wer meine Filmkritik zu THE ASSISTANT gelesen hat, weiß, dass es mir diese junge Frau mit den zarten blonden Locken einfach angetan hat. Es ist so schade, dass GRANDMA es bei uns nur als DVD auf den Markt geschafft hat und ich bezweifle, dass es THE ASSISTANT ins Kino schaffen wird. So kann ich nur GRANDMA als ein gut gemachtes und besonderes Buddy-Movie mit großartiger Besetzung wärmstens empfehlen!

 

Als Stream bei YouTube, Amazon und Google Play ab 2,99 € erhältlich!

 

>>> Trailer!

 

Regie: Paul Weitz

USA/79 Minuten

Text: © Clara Wignanek


Porträt einer jungen Frau in Flammen (2019)

Wie ein einziges Gemälde

Bild: © Alamode Film

Ich wollte diesen Film schon lange sehen, aber ich hatte irgendwie Respekt vor ihm und habe es herausgezögert. Da ich jetzt aber zwangsweiße Zuhause bleibe und nochmal vom Trailer total geflasht wurde, hatte ich keine Ausrede mehr.

Ende des 18. Jahrhunderts soll die Pariser Malerin Marianne auf einer Insel das Hochzeitsporträt einer jungen Frau malen. Das Problem: die ehemalige Klosterschülerin Héloïse will nicht gemalt werden. So muss Marianne bei täglichen Spaziergängen heimlich ihr Äußeres studieren. Dabei entspinnt sich ein tiefes Miteinander zwischen den beiden Frauen.

 

Es ist immer schwierig zu sagen, etwas ist schön. Schönheit ist so etwas Subjektives. Doch die Ästhetik in diesem Film hat mich einfach umgehauen. Jedes Bild, jede Figur, jeder Raum scheint einem Gemälde entsprungen zu sein. Das Kostümdesign ist einfach wie zielstrebig. Die Kleider der beiden Frauen: am Anfang rot und blau. Zwei absolute Gegensätze, aber ohne einander können sie auch nicht. Heiß und kalt. Feuer und Wasser. Und irgendwann wird das Kleid grün. Ganz Einfach!

Es geht um zwei Figuren, zwei Frauen, die unterschiedlicher in ihrem Lebensweg nicht sein könnten und trotzdem wirkt es so, als hätten sie schon immer auf diese Begegnung gewartet. Der Film lebt von Blicken und Farben. Mehr braucht es nicht.

Aber reichen ein paar Tage, ein paar Filmminuten, umso eine Verbundenheit und Zuneigung zueinander authentisch zu entwickeln und zeigen zu können? Manchmal braucht es nicht mal mehr als einen Augenblick und das hat Regisseurin Céline Sciamma verstanden. Marianne und Héloïse, zwei starke, unabhängige, kreative Frauen, die in einer Zeit leben, die so etwas einfach nicht duldet. Das macht wütend, das macht traurig und berührt.

Der Film erzählt auf so eine überraschende einfache Art und Weise, dass er trotz seiner Länge niemals langweilt. Ein Kammerspiel, dass mitten ins Herz trifft und da noch eine ganze Weile bleibt. Einfache, sinnliche und über alle Maße beeindruckende Filmkunst.

 

Als Stream bei YouTube, Amazon und Google Play ab 3,99 € erhältlich!

 

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Regie: Céline Sciamma

Frankreich/122 Minuten

Text: © Clara Wignanek


Undine (2020)

Kommt ein Wassernixe nach Berlin

Bild: © Entertainment One Germany (eOne)

Petzolds Vorliebe für vertrackte Situationen konnte man ja schon in der Romanverfilmung TRANSIT bewundern. Nun widmet sich der Regisseur einer weniger bekannten Sagenfigur. Und er hat sich wieder für Paula Beer entschieden. Dieses Mal aber in der Hauptrolle.

Undine lebt eigentlich ein gewöhnliches Leben. Sie arbeitet als Historikerin und hält Vorträge zur Architektur Berlins. Als sich aber ihr Freund Johannes von ihr trennt, beginnt das Unheil. Denn ein Fluch besagt, dass Undine den Mann töten muss, der sie hintergeht, um dann ins Wasser zurückzukehren. Doch Undine ist eine moderne Frau und will sich nicht der Vorherbestimmung beugen. Und als sie auf Christoph trifft, ist Johannes auch schnell vergessen. Aber kann Undine ihrem Schicksal wirklich einfach so davonlaufen?

 

Petzold kommt gleich zur Sache. Während noch der Vorspann läuft, macht Johannes mit Undine Schluss. Diese Klarheit und Direktheit durchziehen nicht nur den darauf folgenden Plot, sondern ebenso die bewusst gesetzten Bilder. Gleichzeitig traut sich der Film Langsamkeit und er ist sich seines Gegenstandes wohl bewusst. Undine ist eine Sagenfigur, die eigentlich in unserer modernen Realität keinen Platz mehr hat. Und so schafft es Petzold, aber vor allem Paula Beer, die Geschichte immer zwischen Realität und Mythos schweben zu lassen.

Welche besondere Beziehung Petzold zur architektonischen Geschichte Berlins hat und warum das unbedingt in den Film rein musste, leuchtet mir zwar nicht ganz ein, aber auch das verpackt Paula Beer als Undine charmant und unaufdringlich. Es bleibt immer noch genug Platz für die eigentliche Geschichte.

Ebenso überrascht der leicht humoristische Ton, der ab und zu gekonnt an die Oberfläche tritt. Das löst ein bisschen die Ernsthaftigkeit und so kann sich UNDINE vom steifen Deutschen Film abgrenzen.

Aber ich hätte mir ein knackigeres Ende gewünscht. Es gibt einen bestimmten Moment, gegen Ende, als eine kurze Schwarzblende erfolgt und man könnte meinen, es sei vorbei... Man versteht zwar mit der Zeit, wieso es so nicht enden konnte, aber eine Art Mittelweg hätte dem Film vielleicht gut getan. Es zieht sich nämlich zum Ende ein ganz kleines bisschen. Trotzdem filmisch gut gemacht und der Silberne Bär für Paula Beer ist wohl verdient!

 

Hoffentlich ab dem 2. Juli 2020 im Kino!

 

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Regie: Christian Petzold

Deutschland/90 Minuten

Text: © Clara Wignanek


Das schönste Paar (2019)

Wenn der Schrecken kein Ende findet

Bild: © Koryphäen

Für den Film DAS SCHÖNSTE PAAR muss man starke Nerven mitbringen. Das Paar Liv und Malte könnten glücklicher nicht sein. Doch ihre Urlaubsidylle wird brutal durch den Überfall von drei Jugendlichen zerschnitten. Das Martyrium endet damit, dass Liv vergewaltigt wird. Bilder die kaum auszuhalten sind! Zwei Jahre später scheinen sich die beiden langsam wieder auf etwas zu zubewegen, was man Normalität nennen könnte. Doch durch einen Zufall trifft Malte auf einen der Angreifer und alles ist wieder da.

Obwohl Liv einfach nur noch vergessen möchte, kann Malte nicht mit dem Geschehenen abschließen.

 

Glaubt man nach den ersten unerträglichen 10 Minuten den Schrecken hinter sich zu haben, so geht der Film dann doch erst richtig los. Und damit setzt er seinen Fokus genau richtig. Er schaut auf das “Danach”. Was macht so ein Erlebnis mit dem Menschen? Was macht es mit der Beziehung? Dabei bleibt der Film einfühlsam, schont aber nicht. Der Zuschauer kann selten durchatmen, denn der Film lässt immer wieder den Schmerz und die Ohnmacht der Figuren aufleben. Dabei gehen die intensive Bildsprache und das beeindruckende Schauspiel von Luise Heyer und Maximilian Brückner perfekt ineinander. Zwischen den beiden herrscht eine Dynamik, wie man es selten sieht.

So kann man sich der aufgeriebenen Stimmung des Films irgendwann nicht mehr entziehen. Man wünscht dem Paar das Unaussprechliche. Irgendein eine Art von Vergeltung, sonst zerbrechen sie. Fernab des Rechtssystems. Doch das kann ja nicht die Lösung sein, oder? Die Antwort? In dem nervenaufreibende Drama DAS SCHÖNSTE PAAR.

 

Als Stream bei YouTube, Amazon und Google Play ab 2,99 € erhältlich!

 

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Regie: Sven Taddicken

Deutschland/93 Minuten

Text: © Clara Wignanek


Vielleicht was für den DVD-Abend?

Meine Reise auf das Filmfestival

in der Hauptstadt!